ssb - der trägerverein


ssb e.V.
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sozialpädagogische sondermaßnahmen berlin e.V.


Pressemitteilungen Drugstore & Potse

Pressemitteilung 15.05.2019
Pressemitteilung 02.05.2019
Pressemitteilung 04.04.2019
Pressemitteilung 26.03.2019
Pressemitteilung 21.02.2019
Pressemitteilung 08.02.2019
Pressemitteilung zum eskalierten Polizeieinsatz am 25.01.2019
Pressemitteilung und aktueller Stand vom 25.01.2019

Pressemitteilung 01.01.2019

+++Keine Räumung an Silvester+++Kundgebung am 02.01 vor der Potse und den ehemaligen Räumen des Drugstores+++

Das Drugstore befindet sich seit dem heutigen Tag im Exil, ohne eigene Räumlichkeiten und adäquate und nutzbare Ersatzobjekte.

Die Aktivist*innen, die sich entschlossen haben in den, von der Potse genutzten Räumlichkeiten in der Potsdamer Straße 180, zu bleiben, befinden sich auch weiterhin dort.
Bis zum 31.12.2018 um 23:59 durften sich die Aktivist*innen aufgrund des ehemals bestehenden Mietvertrags legal in den Räumlichkeiten aufhalten. Ab dem 01.01.2019 wird davon ausgegangen, dass die Polizei von einer illegalen Besetzung sprechen wird.
Der Jugendstadtrat Oliver Schworck, der über das Bleiben der Potse in den Räumlichkeiten durch den Anwalt der Potse informiert wurde, wird laut eigener Aussage erst am 02.01.2019 die überreichten Unterlagen prüfen lassen können. Weitere Schritte sind nicht bekannt. Der Anwalt informierte indes auch, dass es für eine mögliche Räumung einen gerichtlichen Räumungstitel geben müsste, wie auch in der RBB Abendschau vom 31.12.2019 nachzusehen.
Die Forderungen bestehen weiterhin: die Aktivist*innen werden die Räumlichkeiten erst verlassen, wenn adäquate Alternativen angeboten werden. Das beinhaltet vor allem die Möglichkeiten einer lärmintensiven Nutzung durch Proberäume und/oder Konzerte.

Am 02.01.2019 findet ab 13:00 eine Kundgebung vor der Potse (Potsdamer Str. 180) mit Bands statt.
Die Kundgebung solidarisiert sich mit den Menschen in der Potse und unterstützt die Forderung nach adäquaten Alternativen.

„Nehmt ihr uns die Räume weg, sehn wir uns im Straßendreck!“ (so ein Punk)

Solidarität mit der Liebig34 und dem Syndikat in Neukölln, die ihre Schlüssel ebenfalls nicht abgegeben haben!

Potse bleibt!

Die Pressesprecher*innen von Drugstore und Potse

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Pressemitteilung 31.12.2018

Das Drugstore hat die Räume bzw. die Schlüssel für die Potsdamer Straße 180 freiwillig abgegeben.

Das Drugstore hat somit keinen Zutritt mehr zu den Räumlichkeiten.

Außerdem hat sich das Drugstore-Kollektiv dagegen entschieden, die Räumlichkeiten zu besetzen oder in den Räumlichkeiten zu bleiben, da eine mögliche Schadensersatzklage des Eigentümers den Trägerverein des Drugstores, den SSB e.V. (Sozialpädagogische Sondermaßnahmen Berlin e.V.), finanziell schädigen oder in den Ruin treiben könnte. An dem SSB e.V. hängen neben dem Drugstore noch die Mansteinstraße (ein Hausprojekt) und das Thomas Weißbecker Haus (ein Hausprojekt mit Vereinskneipe und einem Veranstaltungsraum). Somit hätte eine mögliche Besetzung dringend notwendigen und vor allem alternativen Lebensraum gefährdet.

Das Potse-Kollektiv hat sich entschlossen in seinen Räumlichkeiten zu bleiben. Die angebotenen Ersatzräumlichkeiten stellen im besten Falle einen Witz dar. Hiermit verhöhnt die Politik die jahrzehntelange, ehrenamtliche Arbeit, die von Generationen an Jugendlichen geleistet wurde und wird. Es ist nicht hinnehmbar, dass das sowieso schon knappe Angebot an kultureller Beteiligung einem Hostel für Start-Up Yuppies weichen soll.

Soziale Teilhabe ist nicht einfach nur eine Option, die nach Lust und Laune von „Investoren“ vergeben oder genommen wird. Sie ist ein Recht aller Berliner*innen. Deswegen braucht es auch weiter die Angebote von Drugstore und Potse. Dies ist mit den gegebenen Räumlichkeiten schlicht nicht möglich. Daher fordern wir, dass unseren Projekten endlich Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden in denen wir unsere Angebote aufrecht erhalten können. Dafür ist es notwendig auch in Zukunft eine Lärmnutzung in Form von je zwei Konzert- und Bandproberäumen zu gewährleisten.

Trotz der Notwendigkeit unterschiedlich auf den Angriff auf unsere Räume zu reagieren, bedeutet dies kein Ende des Drugstore/Potse-Kollektivs. Wir werden auch weiterhin gemeinsam kämpfen. Wir bilden immernoch eine Einheit gegen Verdrängung und Ausgrenzung. Wir werden uns auch weiter gemeinsam einsetzen, für soziale Räume und für ein Berlin für alle, unabhängig von Herkunft, Sexualität, Aussehen und Geld.

Die Potse hingegen verbleibt in den angestammten Räumlichkeiten. Die Potse, die kein Teil vom SSB.e.V. ist, sieht in den bis jetzt angebotenen Ersatzräumen keinen adäquaten Ersatz. Die Ersatzräume sind viel zu klein und verfügen nicht über die Möglichkeit Konzerte und Bandproben zu veranstalten.

Potse bleibt, damit wir alle bleiben können! Potse bleibt, in Solidarität mit dem Drugstore, der Liebig 34 und dem Syndikat, die am gleichen Tag geschlossen werden sollen. In Solidarität mit allen weiteren bedrohten Projekten, die für eine alternative und antifaschistische Welt einstehen. In Solidarität mit allen Mieter*innen die sich gegen den Mietenwahnsinn stellen…Wir bleiben alle!

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Pressekontakt:
Email: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy1:0163/2462650
Pressehandy2:0157/50939824

www.drugstore-berlin.de


Polizei stürmt Jugendzentren Potse & Drugstore mit Gewalt!

DRUGSTORE-Pressemitteilung v. 16.09.2018
Polizei stürmt Jugendzentren Potse & Drugstore mit Gewalt!

Am 16.09 um kurz nach 3 Uhr morgens hat die 13. Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei die Jugendzentren Potse & Drugstore brutal gestürmt. Durch diesen Einsatz wurden einige der Mitarbeiter*innen und Jugendliche verletzt.


Potse & Drugstore Festival 13.09-15.09.2018

Vom 13.09 bis 15.09 2018 findet wieder unser gemeinsames Potse Drugstore Festival statt!

Drei Tage, 26 Bands, für umme, günstige Getränke und Bändchen!

Potse & Drugstore Festival 13.09-15.09.2018

Line-Up:

Tapete
– 1323-Punkrock Hamburg
– Trainingseinheit Katzenkotze
– Hatless Cat
– Geigerzähler
– Konny
– Tempo30
– Omma Kotze
– Pommes oder Pizza – P.o.P.
– Gabriel Burnout
– Antinational Embassy
– Hausvabot
– Peek A Boo!
– The Black Elephant Band
– Torkel T
– The Tapers
– Eat My Fear
– FaulenzA + Der Müll der letzten Tage
– Daran SchaitertZ
– Red Terror UK
– War with the Newts
– SKRTS
– Auf Anfrage
– Frei Schnauze
– SpaceShip
– Antiligent


eine kleine veranstaltungsreihe von unten und links

eine kleine veranstaltungsreihe von unten und links: wir sind alle vom ★ 2.juni ★


in guten wie in schlechten zeiten…

…wir sind alle vom
★ 2.juni ★
1967 ★ 2017

eine kleine veranstaltungsreihe von unten und links:

TOMMY WEISBECKER HAUS – DRUGSTORE / POTSE – KØPI
1.-3. juni 2017
1.6. SELBSTORGANISATION & WIDERSTAND ★ zwischen notstand und demokratie
2.6. DAS IST UNSER HAUS ★ eine geschichte der hausbesetzung
3.6. WIR BLEIBEN ALLE ★ für eine solidarische stadt!

filme - gespräche - lesung - musik - büchertisch - kundgebung - party - knastsoli

infos: ssb.nostate.net/2.juni
tommyhaus.org/2.juni


für knofo

14.7.1950 - 2016

für KNOFO in solidarität

- sind wir nicht alle
ein wenig
2.JUNI




ANARCHIA SI ! ★

"Das Hand-Drugstore war eine ehemalige Möbelhandlung über zwei Etagen. Unten hatten wir eine Kneipe mit Tresen samt Zubehör sowie eine Verkaufsecke mit gebrauchten Schallplatten und Krimskrams auf Kommissionsbasis. Oben befanden sich eine Teestube und ein abbgetrennter Buchladen, den ich, abgesehen vom rotierenden Dienst in Kneipe und Teestube, betrieb. Das war die Geburtsstunde des ersten selbstverwalteten Jugendzentrums in Westberlin.

DRUGSTORE-Pressemitteilung v. 15.07.2015: Berlins ältestes selbstverwaltetes Jugendzentrum steht vor der Schließung!

DRUGSTORE-Pressemitteilung v. 15.07.2015
Berlins ältestes selbstverwaltetes Jugendzentrum steht vor der Schließung!

Ende Dezember soll es soweit sein: Die Türen des Jugendzentrums „Drugstore“ in der Potsdamer Straße in Schöneberg werden für immer geschlossen. Der Vermieter des Gebäudes erhöht die Mieten und kündigt dem Jugendamt die laufenden Verträge. Der Bezirk Schöneberg legt daraufhin dem „Drugstore“ die Kündigung der Räume vor.


Stellungnahme des Kollektivs vom Tommy Weisbecker Haus zu den Nazibrandanschlägen am 27.Juni 2011

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WAS WIR DENKEN, WAS WIR FÜHLEN!

In der Nacht vom Sonntag auf Montag, den 27.Juni 2011, erfolgte gegen 4 Uhr ein Brandanschlag auf das Wohnprojekt 'Tommy Weisbecker Haus' in Kreuzberg 61.
Zwei Pkw's wurden direkt an der Hausfassade vor unserem 'Café Linie 1' angezündet. Die Flammen schlugen mehrere Meter hoch und nur durch das schnelle Eingreifen der HausbewohnerInnen und in einer gemeinsamen Löschaktion mit der Berliner Feuerwehr, gelang es das Feuer einzudämmen und ein Übergreifen auf das Tommyhaus zu verhindern.

In der gleichen Nacht wurden auch andere soziale Projekte und Wohnhäuser mit Brandanschlägen angegriffen:

* in Neukölln Britz das Kinder und Jugendzentrum 'Anton-Schmaus-Haus' in der Gutschmidtstr.
* in Prenzlauer Berg die Projekte 'Tuntenhaus' in der Kastanienallee und das 'Bandito Rosso' in der Lottumstr.
* in Kreuzberg 36 der Laden 'Red Stuff' in der Waldemarstr.

Das bewusste in Kauf nehmen von Verletzten und Toten und die Nennung der 5 angegriffenen Projekte auf einer aktuellen von Neonazis erstellten Übersicht mit über hundert aufgelisteten Anschlagszielen und Personen zeigt den rechtsradikalen / faschistischen Hintergrund dieser Taten.

Wir gedenken und erinnern:

* an Amadeu Antonio - das erste Opfer rechtsradikaler Gewalt nach der Vereinigung von DDR und BRD - im November 1990 von einem rechten Mob in Eberswalde totgeprügelt
* an die weiteren von den Nazis in Deutschland seit 1990 über 150 ermordeten Menschen
* an die rechten, rassistischen, antisemitischen Brand- und Bombenanschläge in Hoyerswerda, Rostock, Mölln, Solingen, Lübeck, Düsseldorf...

Diese menschenverachtende Vorgehensweise der Nazis unterscheidet sie von allen übrigen Teilen der hier lebenden Bevölkerung. Dies nicht zu erkennen und z.B. von einer Hochschaukelung linker und rechter Gewalt zu sprechen oder sogar eine Gleichsetzung herbeizureden, ist dumm und gefährlich, relativiert Naziverbrechen und verhöhnt alle Opfer rechter Gewalt.


geschichte des tommy weisbecker hauses & vom ssb e.V.

Dieser Text vom ssb e.V. wurde leicht gekürzt auch veröffentlicht in:
Häuserkampf I. Wir wollen alles - Der Beginn einer Bewegung.
Bibliothek des Widerstands - Band 21 LAIKA-Verlag, Hamburg 2012, S.27-33.
Dem Band liegen 11 Filme auf 3 DVDs bei, darunter ein Film über das Leben im TWH:
Weg von der Straße, D 1996, 50 min. Regie: Stattkino Berlin e.V.

ISBN 978-3-942281-05-8


Aktuelle Zusammenfassung unserer Geschichte (2011)

Ende der 1960er Jahre wurde das staatliche Erziehungswesen in Frage gestellt. Die Missstände in Heimen und sogenannten Erziehungsanstalten wurden in die Öffentlichkeit getragen. Es entstand eine "Heim-Kampagne". Immer mehr Jugendliche brachen von zu Hause und aus Heimen aus und gingen auf Trebe. Diese Kampagne wurde unterstützt und aufgenommen von StudentInnen, DozentInnen, LehrerInnen und engagierten JournalistInnen. Die Jugendlichen suchten sich Treffpunkte, um sich ohne staatliche Hilfe selbst zu organisieren.


40 jahre selbstorganisation - 40 jahre ssb - 40 jahre drugstore

40 jahre selbstorganisation - 40 jahre ssb (1972-2012)unser verein wird 40 jahre alt!

aus den erfahrungen mit dem handdrugstore in schöneberg 1971 entwickelte sich der ssb als trägerschutzstruktur u.a. für die trebe-selbstverwaltung. am 29.2.1972 wurde der verein gegründet. zwei tage später wurde tommy weisbecker von der polizei erschossen. der anarchist wurde namensgeber unseres ersten wohnprojekts in kreuzberg.

40 jahre selbstorganisation - 40 jahre ssb (1972-2012)